Warum machen Facebook & Co süchtig?

Facebook-Sucht: Warum macht Facebook süchtig?

Facebook-Sucht: Soziale Netzwerke wie Facebook machen süchtig, da gibt es keinen Zweifel. Ein Blick auf die nächste Bushaltstelle oder in die Straßenbahn genügt. Gefühlt hat jeder zweite ein Smartphone in der Hand und tippt fleißig.

Täglich schaut jeder Handy-Besitzer im Schnitt 80 Mal auf sein Handy. Mehr als drei mal die Stunde. Warum machen Facebook und andere Soziale Netzwerke süchtig? Drei Gründe, warum Facebook & Co süchtig machen.

Angst vor Ausgrenzung

Ein Grund, warum Soziale Netzwerke wie Facebook süchtig oder abhängig machen, ist die Angst ausgegrenzt zu werden und deswegen immer auf dem neusten Stand sein zu wollen. Menschen sind soziale Wesen und in Gruppen viel stärker als alleine. Das ist wohl einer der Gründe, warum Gruppenzu-gehörigkeit eine so hohe Bedeutung hat. Wurden Menschen früher – als wir noch in Höhlen lebten –  aus Gruppen ausgeschlossen, konnte dies den Tod sicheren bedeuten.

Jemand der heutzutage nicht auf dem neuesten Stand ist, kann in seiner Clique eben nicht so gut mitreden wie der Rest und fühlt sich von seiner Gruppe eventuell ausgegrenzt, was in ihm wiederum die Angst vor Ausgrenzung schürt. Die Angstregion im Gehirn wird aktiviert. Daher werden ständig die neuen Nachrichten und Beiträge auf WhatsApp und Facebook überprüft.

Facebook-Sucht druch Belohung

Was macht ein Kind, wenn etwas gebastelt hat? Richtig! Es zeigt das Kunstwerk seinen Eltern oder Freunden! Menschen zeigen allgemein gerne was sie machen und werten damit ihr Selbstwertgefühl auf: Ich bin gerade im Urlaub auf den Malediven, ich habe mein Bild zu Ende gemalt, ich bin gerade auf einem ultra wichtigem Meeting, ich bin habe gerade einen 10-km-Lauf gemacht, ich habe eine neues Auto gekauft, usw. Du willst der Welt zeigen was du hast, bist oder kannst und wertest damit dein Selbstvertrauen von Außen auf. Du fühlst dich kurzfristig prächtig. Facebook macht es möglich deine Erfolgsgeschichten gleichzeitig in der Masse zu verteilen.

Außerdem: Jedes Mal, wenn du einen Beitrag postest, gibt es bestenfalls ein paar Gefällt mir-Angaben und positive Kommentare. Diese wirken sich positiv auf das eigene Gemüt aus, indem dein Gehirn dich dafür belohnt: Jemand gefällt was ich poste? Dann muss das ja toll sein! Ich bin ein toller Mensch. Ich fühle mich großartig. Und schon bekommst du eine kleine Dosis Glückshormone. Du wirst also belohnt und dieser Mechanismus kann auf Dauer abhängig machen.

Bedürfnis zu kommunizieren

In den Sozialen Netzwerken kannst du relativ schnell, bequem und äußerst günstig Informationen austauschen. Und Kommunikation gehört selbstverständlich zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Mit Freunden, Verwandten oder Gleichgesinnten den neusten Gosip oder die neuesten Tipps oder Artikel austauschen dient als eine Art sozialer Kit und festigt Beziehungen.

Vibrationsalarm und leuchtende LEDs triggern

Durch das ständige vibrieren des Handys oder den leuchtenden LEDs bei neuen Benachrichtigungen wirst du permanent getriggert dein Handy zu zücken und die Benachrichtigungen zu checken. Das geschieht so oft, dass ein Automatismus entsteht. Der Griff zum Smartphone geschieht ohne zu überlegen.

Facebook süchtig was tun?

Facebook-Sucht: drei einfache Wege, wie du die Facebook-Sucht reduzieren kannst.

Benachrichtigungen deaktivieren

Knallhart: Deaktiviere den Vibrationsalarm und die LED-Beleuchtung auf deinem Handy für alle möglichen Apps.

Du verpasst nichts

Mach dir klar, dass du nichts verpasst, wenn du mal nicht alle Nachrichten liest. Du wirst es überleben. Vieles, was im Newsfeed erscheint, ist sowieso Bullshit.

Handy zu Hause lassen

Du kannst dein Handy auch mal zu Hause lassen. Warum nicht? Das ist so ein bisschen wie ein Leben ohne Fernseher.

 

Teilen ist sexy!
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Über den Autor

Wirtschaftsguru

Wirtschaftsguru

Geograph mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Statistik, leidenschaftlich interessiert an Wirtschaft, Marketing und Psychologie.

Alle Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.